Fehler beim Benutzen vom Bandschleifer

bandschleifer beim schleifen

Beim Hobeln fallen Späne, beim Schleifen auch, nur sind diese meist lediglich als Schleifstaub zu sehen. Während bei anderen Arbeiten am Werkstück, wie z. B. beim Hobeln, Fräsen oder Sägen die Veränderungen recht schnell zu sehen ist, ist der Schleifvorgang deutlich langsamer und oft auch sehr arbeits- und zeitaufwendig. Am Ende steht aber eine schön glatt und sauber geschliffene Fläche. Der Bandschleifer ist für das Schleifen von größeren Holz- und Metallflächen ein ideales und einfach zu bedienendes Werkzeug. Obwohl der Schleifvorgang langsamer vonstatten geht, als andere das Werkstück verändernde Arbeiten, können während der Arbeit Fehler unterlaufen. Diese werden beim Schleifen leider erst recht spät sichtbar und können dann einen Mehraufwand an Arbeit bedeuten oder auch im schlimmsten Fall, das Werkstück ruinieren. Im Umgang mit dem Bandschleifer sollten Sie daher folgende Fehler vermieden werden:

 

1. Die eigene Sicherheit geht vor

Achten Sie in erster Linie auf Ihre eigene Sicherheit! Da beim Schleifen mit dem Bandschleifer eine hohe Staubbelastung entsteht, sollten Sie immer mit einer Schutzbrille für Ihre Augen und einem Mundschutz arbeiten, damit kein Holz- oder Metallstaub in Ihre Atemwege eindringen kann. Bei neueren Modellen an Bandschleifern kann eine Absaugvorrichtung vorhanden sein, dennoch sollten Sie auf den zusätzlichen Schutz Ihrer Atemwege nicht verzichten. Tragen Sie beim Schleifen auch Handschuhe, um die Verletzungsgefahr an den Händen auszuschließen!

 

2. Wählen Sie das richtige Schleifpapier

Bandschleifer eignen sich für das Bearbeiten von größeren Flächen aus Holz, Metall und teilweise auch Kunststoffen, die in verschiedenen Schleifvorgängen mit Schleifpapieren unterschiedlicher Körnung bearbeitet werden. Die Wahl des richtigen Schleifpapiers ist hier für die Bearbeitung sehr bedeutend. Es gibt bei den Schleifpapieren sehr große Unterschiede in der Qualität. Bei der Nutzung eines geringwertigen Schleifpapiers kann es sein, dass schon nach sehr kurzer Schleifzeit die Schleifkörner sich aus dem Papier lösen und zu Verschmutzungen oder Beschädigungen an der Oberfläche des Werkstücks führen können. Wählen Sie für die jeweiligen Oberflächen die richtigen Stärken des Schleifpapieres. Beispielsweise besitzen verschiedene Holzarten eine unterschiedliche Härte. Auch bei Kunststoff- und Metallflächen bestimmt die Härte des Materials mit welcher Stärke des Schleifpapiers geschliffen werden kann oder sollte.

 

3. Reinigen Sie das Werkstück vor dem Schleifen

Durch das Reinigen werden Schmutzrückstände entfernt, die als Schmutzpartikel das Schleifband schnell verunreinigen oder verkleben könnten. Nach der Reinigung sollten Sie jedoch darauf achten, dass die Fläche vor dem Schleifen wieder trocken ist. Ansonsten würde die Feuchtigkeit auch wieder durch die Mischung mit dem Schleifstaub zu einer Verklebung führen.

 

4. So vermeiden Sie Rillen, Furchen und Kratzer beim Schleifen

Arbeiten Sie immer in der Maserungsrichtung des Holzes und üben Sie keinen allzu hohen Druck auf die zu bearbeitende Oberfläche aus. In den häufigsten Fällen ist das Eigengewicht des Bandschleifers vollkommen ausreichend und Sie können das Gerät langsam über die Fläche führen. Wenn Sie mit zu viel Druck arbeiten, kann es sein, dass sich das Band auf einer Stelle „festfrisst“ und dort unschöne Schleifspuren hinterlässt oder die Oberfläche nach dem Schleifen Unebenheiten aufweist. Schleifen Sie Bahnen möglichst in einem Stück ohne Auf- und Absetzen der Maschine. Je regelmäßiger der Schleifvorgang ausgeführt wird, desto besser wird das Schleifergebnis. Setzen Sie den Bandschleifer nicht schräg auf die Oberfläche auf, so vermeiden Sie unschöne Rillen, Kratzer oder Furchen auf der Oberfläche des Werkstücks. Vermeiden Sie auch eine Überhitzung beim Schleifen, da im schlimmsten Fall sogar Brandspuren im Holz die Folge sein könnten.


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